headermitbg

vom 29.7.2019 bis zum 3.8.2019

Wir fuhren am Montag um 9.48 Uhr mit insgesamt 34 Personen, davon 27 Ministrantinnen und Ministranten aus der PG Franziska Streitel, Heufurt und Rödles, am Bahnhof in Mellrichstadt los. Die Zugfahrt verlief trotz knapp fünf Stunden Fahrt und zwei Umstiegen sehr reibungslos und war durch die gute Laune und große Vorfreude kurzweilig. Nach der Ankunft am Münchener Hauptbahnhof fanden wir unsere Unterkunft für die nächste Woche, das Meininger Hotel München City Center auf Anhieb.

Mit unserem Hostel waren wir sehr zufrieden, obwohl sich gleich am ersten Tag herausstellte, dass leider ein Fehler bei der Buchung unterlaufen war. Deshalb erhielten wir statt eigentlich gebuchter Halbpension nur Frühstück im Hostel. Nach der Ankunft hatten wir für den Rest des Tages Freizeit, damit wir uns selbst etwas in der Stadt zurechtfinden konnten. Da das Abendessen im Hotel nun ausfiel, versorgte sich jeder selbst. Wir ließen den Abend in der Stadt ausklingen und so neigte sich der erste Tag auch schon dem Ende.

Der Dienstag begann nach dem Frühstück gleich sehr sportlich, mit einer dreistündigen, geführten Fahrradtour durch München. Unsere Guides zeigten uns die Highlights Münchens, unter anderem den Dom, den Viktualienmarkt und den Englischen Garten, in dem wir eine kurze Mittagspause einlegten. Um uns von der anstrengenden Radtour zu erholen, hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung, bis wir uns anschließend zum gemeinsamen leckeren Abendessen im Augustiner Biergarten trafen. Daran schloss sich unser Abendprogramm an, das um 21.00 Uhr in der Vokssternwarte begann. Dort bekamen wir einen Vortrag über die Planeten, der sehr von Fachbegriffen und komplexen Ausdrücken geprägt war, sodass wir Jugendlichen – und auch die Erwachsenen – meist nicht so recht folgen konnten. Anschließend sahen wir uns die Sterne durch ein Teleskop an und im Planetarium wurden uns die unendliche Welt der Sterne erklärt. Leider verstanden wir auch hier den Referenten – abgelenkt von unseren sehr unbequemen Stühlen und durch die laute Hintergrundmusik – nicht wirklich gut. Der starke Münchener Akzent trug auch nicht unbedingt zur Konzentrationsfähigkeit unserer Gruppe bei. Schade. Nach dieser Abendführung kehrten wir in unser Hostel zurück und fielen erschöpft in unsere Betten.

Der Mittwoch begann wie immer mit dem Frühstück. Anschließend fuhren wir zum Haus der Kunst, in dem wir eine kurze informative Führung durch die aktuelle Ausstellung von Miriam Cahn „Ich als Mensch“ erhielten. Den Abschluss bildete ein kleiner Workshop, in dem wir nun alle die Aufgabe bekamen, mit Kohle oder Pastellfarben einen Gegenstand oder eine Situation zu Papier zu bringen, die mit unserer eigenen Persönlichkeit zu tun hat. Da wir alle sehr begabte Künstler sind, konnten wir am Ende unsere mehr oder weniger gelungenen Werke stolz betrachten und gegenseitig vorstellen. Im Anschluss war eigentlich eine Domführung geplant, die jedoch leider ausfallen musste, da der Domdiakon, der uns führen sollte, kurzfristig erkrankt war. Da wir uns den Besuch des Doms trotzdem nicht entgehen lassen wollten, übernahm Pfarrer Menzel kurzerhand die Führung. Als Nächstes bestiegen wir noch den „Alten Peter“ in der Nähe des Marienplatzes und genossen den weiten Ausblick und die Skyline Münchens. Bevor wir die Aufführung „Song Trang“ im GOP Varieté Theater besuchten, aßen wir gemeinsam im „Vapiano“ zu Abend. Da wir uns ein wenig in der Zeit verschätzt hatten und es bei den Bestellungen zu Verzögerungen kam, wurde es etwas stressig, aber wir kamen dann doch – etwas abgehetzt – aber immerhin noch rechtzeitig an und konnten die akrobatische Show genießen. Anschließend ließen wir den Abend im Hostel ausklingen.

Auf den Donnerstag freuten sich vor allem die Fußballfans. Bevor wir jedoch unsere VIP-Führung in der Allianz-Arena am Nachmittag antraten, stand erst noch ein Besuch in der Synagoge am Jakobs-Platz auf dem Programm. Wir erhielten vom Rabbiner einen Einblick in die uns relativ fremden Sitten, Bräuche und religiösen Traditionen der Juden und konnten auch unsere Fragen loswerden. Uns überraschte, dass es dort nicht nur die Synagoge, sondern auch ein richtiges Zentrum der jüdischen Gemeinde gab mit Kindergarten und Schulen. Die ungeduldigen Fußballfans wurden nun lange genug auf die Folter gespannt. Endlich war die Allianz-Arena an der Reihe. Wir durften uns unter anderem Logenbereich, Business-Club, Mannschaftkabine des FCB und Fitnessräume der Spieler, sowie den Pressekonferenzraum anschauen. Am Abend besuchte ein Großteil unserer Gruppe zum Abendessen das Hofbräuhaus, natürlich ganz traditionell in Dirndl und Lederhose. Die weitere Abendgestaltung war uns freigestellt.

Am Freitag stand mal wieder etwas Sport auf dem Programm. Um 11 Uhr begann in Freising unsere Kanufahrt auf der Isar, bei der unser Teamgeist und auch unsere Muskeln ganz schön auf die Probe gestellt wurden. Es war ein großer Spaß. Nach der Rückkehr ins Hostel hieß es schnell umziehen, denn am späten Nachmittag hatten wir dann eine Führung in der Kirche St. Michael mit anschließendem Gottesdienst, in dem einige Ministranten unserer Gruppe die Ehre hatten, den Gottesdienst mitzugestalten. Nach diesem anstrengenden Tag freuten wir uns alle auf das gemeinsame Abendessen bei einem Italiener und mussten feststellten, dass unsere Zeit in München schon fast wieder zu Ende war. Nach dem letzten leckeren Frühstück hatten wir den Vormittag des Abreisetages noch einmal zur freien Verfügung, bis wir uns letztendlich auf die Heimreise machten. Die Zugfahrt erfolgte, wie auf der Hinfahrt, problemlos. Wir kamen ganz erschöpft und übermüdet um 19.05 Uhr in Mellrichstadt am Bahnhof wieder an, zum Glück ohne verlorene Koffer, im Gegensatz zum letzten Mal. Wir wollen uns an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich bei unseren Betreuern bedanken, die die ganze Woche mit uns ausgehalten haben. Ein ganz großes Dankeschön auch nochmal an unseren Pfarrer Menzel, der sich wieder super gekümmert hat und alles perfekt organisiert hat.

Sarah Beck, Emma Beck, Marie Schirber

Hier gehts zu den Bildern!

­